Die Arbeitsgruppe
»The Intricate Journey« der Neuen Gesellschaft
für Bildende Kunst, bestehend aus den in Berlin lebenden
KünstlerInnen Erika Arzt (A) und Juan Linares (E), Stefan
Krüskemper (D), Stephan Kurr (D) und María Linares
(C), initiierte ein internationales Austauschprojekt, die Versuchsanordnung «Berlin–Kolumbien»,
die sich mit persönlichen Modellen von Kontinuität
und Identität in Abgrenzung zu dem Begriff der geografischen «Herkunft» befasst.
Wir
wollten mit «The Intricate Journey Part 1–3» ein
produktives Künstlernetzwerk initiieren, in welchem Künstler
unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen, um künstlerische
Strategien der Interaktion zu besprechen und zu realisieren.
Uns interessierten die beschriebenen, individuell gültigen
Weltenräume und Lebenssituationen von Menschen mit ihren
persönlichen Definitionen und Abgrenzungen. In der Versuchsanordnung «Berlin–Kolumbien» stehen
sich konkreter und imaginierter Ort gegenüber. Durch die
Bewegung in die Imagination hinein entstehen Momente des Vakuums,
die wir beleuchten und in ihrer Flüchtigkeit dokumentieren
wollten.
Anstatt ausschließlich abgeschlossene Arbeiten in einem
neuen Kontext zu präsentieren, strebten wir zunächst
ein Zusammenkommen verschiedener Künstler an, im Konkreten
in Berlin, wo ein erster künstlerischer Raum entstand
und befragt wurde. Schon in dieser ersten Begegnung bildete
sich aus Abgrenzung und Übereinstimmung ein innerer Raum
aus. Unsere Idee bestand darin, diesen Raum scheinbarer Zufälligkeiten
auf einem anderen Kontinent zu spiegeln, ohne vordergründige
Fragen der Nationalität oder der Herkunft zu erörtern.
So wie sich in der zwischenmenschlichen
Begegnung ein privater Raum ausbildet, wollten wir auf einen
uns unbekannten Kontext reagieren, indem wir dort spontane
und spekulative Reaktionen unseren Perspektiven und Reflexionen
gegenüberstellen
könnten.
Die Versuchsanordnung «Berlin–Kolumbien» thematisiert
die Tatsache, dass Künstler sich in einen fremden Kontext
mit einer vorbestimmten Arbeitsweise und einem mehr oder weniger
konkreten Konzept begeben. Aber inwieweit lassen sich Arbeitsweise
und Konzept aufrechterhalten? Wie konstituieren sich Abgrenzungen
und Differenzen in der Ferne neu? Auf welche Modelle lässt
sich Identität zurückführen? Und auf welche
Räume, Bilder und Symbole greifen die Versuchsindividuen – also
wir, die Künstler – zurück, um uns im fremden
Kontext neu zu erfinden?
|
Kontext
2007 »The
Intricate Journey«, Kolloqium, Veranstaltungen und Ausstellung,
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin
2007 »The Intricate Journey«,
Performances und Ausstellung, Schaufenstergalerie SOX 36, Berlin
2007 »El Viaje Intricado«,
Vorträge und Ausstellung, Künstlerhaus Lugar a Dudas,
Cali, Kolumbien
2007 »artists talk« Vorträge,
Galería El Bodegon, Bogotá, Kolumbien
Autoren
Erika
Arzt und Juan Linares, Stefan Krüskemper, Stephan Kurr,
Maria Linares. The intricate journey war
eine Arbeitsgruppe der NGBK.
Teilnehmende KünstlerInnen
Pablo
Adarme (co), Erika Arzt (at) and Juan Linares (es), François
Bucher (co), Stefan Krüskemper
(de), Elkin Calderon (co), Carmen Carmona (es), Carolina Caycedo
(co), Wilson Díaz (co), Adriana García (co), Stephan
Kurr (de), Miler Lagos (co), Julián León (co),
María
Linares (co), Ana María Millán (co), Lucas Ospina
(co)
Förderung
Das Programm der NGBK wird unterstützt durch die Stiftung
Deutsche Klassenlotterie Berlin
Publikation
»The Intricate Journey«,
NGBK Berlin, im Vice Versa Vertrieb, ISBN: 3-938515-09-0
Links
Download
Presseartikel Berlin
Download
Programm Berlin
Download
Programm Cali |