Die
Arbeitsgruppe
»The Intricate Journey« der Neuen Gesellschaft
für Bildende Kunst initiierte ein internationales Austauschprojekt,
das sich mit persönlichen Modellen von Kontinuität
und Identität in Abgrenzung zu dem Begriff der geografischen
Herkunft befasste.
Wir
wollten mit »The Intricate Journey Part 1–3« ein
produktives Künstlernetzwerk initiieren, in welchem Künstler
unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen, um künstlerische
Strategien der Interaktion zu besprechen und zu realisieren.
Uns interessierten die beschriebenen, individuell gültigen
Weltenräume und Lebenssituationen von Menschen mit ihren
persönlichen Definitionen und Abgrenzungen. In der Versuchsanordnung
Berlin–Kolumbien stehen
sich konkreter und imaginierter Ort gegenüber. Durch die
Bewegung in die Imagination hinein entstehen Momente des Vakuums,
die wir beleuchten und in ihrer Flüchtigkeit dokumentieren
wollten.
Anstatt ausschließlich abgeschlossene Arbeiten in einem
neuen Kontext zu präsentieren, strebten wir zunächst
ein Zusammenkommen verschiedener Künstler an, im Konkreten
in Berlin, wo ein erster künstlerischer Raum entstand
und befragt wurde. Schon in dieser ersten Begegnung bildete
sich aus Abgrenzung und Übereinstimmung ein innerer Raum
aus. Unsere Idee bestand darin, diesen Raum scheinbarer Zufälligkeiten
auf einem anderen Kontinent zu spiegeln, ohne vordergründige
Fragen der Nationalität oder der Herkunft zu erörtern.
So wie sich
in der zwischenmenschlichen Begegnung ein privater Raum ausbildet,
wollten wir auf einen uns unbekannten Kontext reagieren,
indem wir dort spontane und spekulative Reaktionen unseren
Perspektiven und Reflexionen gegenüberstellen
könnten.
Die Versuchsanordnung Berlin–Kolumbien
thematisiert die Tatsache, dass Künstler sich in einen
fremden Kontext mit einer vorbestimmten Arbeitsweise und einem
mehr oder weniger konkreten Konzept begeben. Aber inwieweit
lassen sich Arbeitsweise und Konzept aufrechterhalten? Wie
konstituieren sich Abgrenzungen und Differenzen in der Ferne
neu? Auf welche Modelle lässt
sich Identität zurückführen? Und auf welche
Räume, Bilder und Symbole greifen die Versuchsindividuen – also
wir, die Künstler – zurück, um uns im fremden
Kontext neu zu erfinden? |
Kontext
2007 »The
Intricate Journey«, Kolloqium, Veranstaltungen und Ausstellung,
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin · 2007 »The Intricate Journey«,
Performances und Ausstellung, Schaufenstergalerie SOX 36, Berlin · 2007 »El Viaje Intricado«,
Vorträge und Ausstellung, Künstlerhaus Lugar a Dudas,
Cali, Kolumbien · 2007 »artists talk« Vorträge,
Galería El Bodegon, Bogotá, Kolumbien
Autoren
Erika
Arzt und Juan Linares, Stefan Krüskemper, Stephan Kurr,
Maria Linares. The intricate journey war
eine Arbeitsgruppe der NGBK.
Teilnehmende KünstlerInnen
Pablo
Adarme (co), Erika Arzt (at) and Juan Linares (es), François
Bucher (co), Stefan Krüskemper
(de), Elkin Calderon (co), Carmen Carmona (es), Carolina Caycedo
(co), Wilson Díaz (co), Adriana García (co), Stephan
Kurr (de), Miler Lagos (co), Julián León (co),
María
Linares (co), Ana María Millán (co), Lucas Ospina
(co)
Förderung
Das Programm der NGBK wird unterstützt
durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Publikation
»The Intricate Journey«,
NGBK Berlin, im Vice Versa Vertrieb, ISBN: 3-938515-09-0
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Programm Berlin
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Programm Cali |