Seit 1991 entsteht
der neue Stadtteil »Berlin Adlershof – Stadt für
Wissenschaft, Wirtschaft und Medien«. Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts starteten hier Deutschlands erste Motorflugzeuge
vom 1909 eröffneten Flughafen Johannisthal. Heute befindet
sich auf diesem Gelände der Aerodynamische Park als Teil
einer Folge von Platz- und Freiräumen der Humboldt-Universität.
Der Name des Platzes weist auf den besonderen Charakter und die
historische wie architektonische Bedeutung durch die prägnanten
Baudenkmale der Versuchsanstalt für Luftfahrt hin.
Auf den Wiesenflächen des Aerodynamischen
Parks sind 15 ellipsoide Körper in lockerem räumlichem
Bezug zu den Industriedenkmalen und Hochschulgebäuden
installiert. Idee der Installation ist es, an diesen
ausgewählten Stellen Zeitebenen in Form narrativer Ambientklänge
spürbar werden zu lassen und sie mit dem Jetzt zu verschränken.
Ansatzpunkt dafür sind 15 neugeschaffene Klangstücke,
die im räumlichen Zusammenspiel Bestandteil einer zeitlich überdehnten
Komposition sind.
Die Klangstücke sind elektronisch erstellte
und nachempfundene »Erinnerungsbilder« über
den Ort und seine Bezüge. Basis der Komposition bilden authentische
Audio-Dokumente. Da die zeitliche Dauer der Klänge kurz,
die Passagen der Stille dazwischen lang und die räumliche
Entfernung der einzelnen Positionen groß sind, wird die
Komposition als Gesamtheit erst über Jahre vollständig
erfahrbar sein.
Die Ellipsoide mit den eingebauten Lautsprechern
enthalten an ihrer Außenhülle zusätzlich einen
eingravierten Text als Titel des jeweiligen Klangstückes.
Der Titel eröffnet auf der Ebene der Vorstellung einen narrativen
Raum. So bleibt eine Präsenz und Erwartung auch in der häufigen
Stille der Stücke bestehen. Die technischen Klänge
des Aerodynamischen Parks selbst werden durch die Leerstellen ästhetisiert
und Teil der gesamten Komposition. |
Kontext
2005 Eingeladener Wettbewerb für
Kunst im öffentlichen Raum,
einstufig, ausgelobt vom
Land Berlin, Senatsverwaltung für
Wissenschaft, Forschung und Kultur, Fachbereich Kunst im
Stadtraum und am Bau
2006 Realisierung im Aerodynamischen
Park der Humboldt-Universität
auf dem Campus Berlin-Adlershof. AIR BORNE ist dauerhaft installiert
und zu jeder Zeit frei zugänglich.
Autoren
Stefan Krüskemper unter Mitwirkung von Karlheinz Essl und
Trillian GmbH
Bestandteile
Kunststoff, Edelstahl, Medientechnik
Publikationen
»AIR BORNE«, Hrsg. Stefan Krüskemper, verlag
für integrative kunst, Berlin. ISBN-10: 3-00-018996-3
»Die Magie der Klänge«, Radiosendung vom 28.
Juni 2007, Kulturradio des rbb
»AIR BORNE« - Nº45, Les séries sonores,
Audio-CD von Uli Aumüller
Links
Projektwebsite
Buchbestellung
Interview | Eröffnungsrede
Download
Presseartikel
|