Save the Date: 10 Jahre Citizen Art Days - Retrospektive
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Seit mehr als zehn Jahren (2012 - 2022) fanden die Citizen Art Days in Berlin und weltweit statt. Bei den Citizen Art Days nahmen regelmässig bis zu tausend Personen teil. Ein kollektives Kunstprojekt, das Berlins Tradition der Gestaltung des öffentlichen Raums in Verbindung mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gestärkt hat. Künstlerische Beteiligungsformate mit Bürgerinnen und Bürgern in unterschiedlichen Interessengruppen wurden entwickelt in denen kulturelle und zivile Akteure zusammenarbeiten und dringende Fragen unserer Gegenwart wie Segregation, Umweltschutz, Erinnerungskultur oder politische Bildung behandeln. Das Besondere an den Citizen Art Days war und ist die transformative Kraft, die entstehen kann, wenn ein Ort mit seinem Thema, wenn Menschen und Initiativen, produktiv zusammenkommen. Die Citizen Art Days haben diese Prozesse direkt oder indirekt begleitet, wie zum Beispiel die Konsolidierung der Markthalle Neun oder die Entwicklung des Campus der Demokratie auf dem ehemaligen Stasi-Gelände. Weitere Initiativ-Prozesse fanden zum Gewässerschutz des Berliner Schäfersees statt, zu Verwebungen von Kunst und Alltag im Rangoli Metro Art Center in Bangalore, zur Gedenkkultur der Opfer von Gewalt und Vertreibung im Centro de Memoria, Paz y Reconciliación, ein Erinnerungs- und Friedenszentrum auf dem größten und wichtigsten Friedhof in Bogotá, Kolumbien oder der Wiederbelebung eines verlassenen Gartens in Ramallah. |
Mit Unterstützung der Präsentationsförderung des Berliner Senats wurde ein Ausstellungsprojekt für den Projektraum Glaskubus bei ExRotaprint konzipiert, welches im Oktober 2025 stattfinden wird und retrospektiv den Pioniercharakter des Kunstprojekts beleuchtet. Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Interaktionen, Arbeitsweisen, Fragestellungen und Methoden und zeigt alternative Ansätze zur Bewältigung aktueller Herausforderungen rund um Partizipation und die bedrohte Demokratie im öffentlichen Raum auf.. Neben dokumentarischem Material und Texten von eingeladenen Autoren liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung der Inhalte einer Publikation in Form eines Künstlerbuchs, dass das Aktionsfeld der Projekte, alternative Wahrnehmungen des öffentlichen Raums, sowie die Beiträge der teilnehmenden Künstlerinnen anhand von Grafiken, Zeichnungen, Schemata, Karten und anderen visuellen Mitteln darstellt. Ziel ist es, diesen innovativen Ansatz der Citizen Art Days für den öffentlichen Raum erstmals umfassend zusammenzufassen und Wege zur Wiederentdeckung der Selbstwirksamkeit des Einzelnen und der Künstler aufzuzeigen. Ein Projekt der Citizen Art Days e.V. von Oscar Ardila Luna, Stefan Krüskemper, Kerstin Polzin (www.mudconference.citizenartdays.de) |